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Gartenbeleuchtung

Einen Park oder Privatgarten beleuchten, ohne Licht an den Himmel zu verschwenden, ohne Blendung und ohne die Tierwelt zu stören: Zahlen, Regeln und typische Fehler.

Einen Garten zu beleuchten ist das Gegenteil von Büroplanung. Im Büro geht man von einem zu erreichenden Niveau aus; im Garten geht man von der Dunkelheit aus, die der Normalzustand des Ortes ist, und fügt nur so viel Licht hinzu, wie man zum Gehen, zum Erkennen eines Gesichts und zum Sehen des Sehenswerten braucht. Nachts ist das Auge adaptiert: wenige Lux genügen.

1. Wie viel Lux

BereichMittlere BeleuchtungsstärkeHinweis
Privater Gehweg5 – 10 LuxGleichmäßigkeit vor Spitzenwert
Stufen, Rampen20 Luxstreifendes Licht, nie frontal
Sitzplatz, Gartentisch20 – 50 Luxmehrere schwache Punkte statt eines starken
Einfahrt, Tor10 – 20 Luxauf Fahrbahnniveau
Fassade, Mauer2 – 5 cd/m²als Leuchtdichte, nicht in Lux
Baumkrone15 – 30 Luxauf dem Laub

Das Verhältnis zwischen Bereichen wiegt schwerer als der Spitzenwert: mehr als 1 zu 5 zwischen benachbarten Zonen lässt alles Übrige verschwinden.

2. Lichtverschmutzung

Lichtstrom oberhalb der Horizontalen = 0 %
(ULOR = 0, in Einbaulage)
NICHT KONFORM Himmel Strahler nach oben geneigt Licht zum Himmel: 33 % KONFORM Himmel enge Optik in die Krone Licht zum Himmel: 0 % Horizontalebene
Derselbe Strahler, zwei Neigungen: links geht ein Drittel des Lichtstroms über den Horizont (nicht konform), rechts bleibt der Strahl in der Krone.

In Italien regeln Regionalgesetze nach dem Vorbild des lombardischen Gesetzes 17/2000 die Materie, technische Bezugsnorm ist UNI 10819. Entscheidend ist nicht die Leuchte, sondern die Montagelage: eine konforme Leuchte, um 20° geneigt, ist nicht mehr konform. Hinzu kommen Nachtabschaltung oder -absenkung, das Verbot himmelwärts gerichteter Strahler außer bei Denkmälern und das Verbot, fremde Grundstücke mitzubeleuchten.

3. Blendung

4. Licht und Natur

Die gemessenen Wirkungen hängen vor allem vom Blauanteil unter 500 nm ab: Anlockung von Nachtinsekten, Verlust von Flugkorridoren für Fledermäuse, Desorientierung von Zugvögeln, veränderte Phänologie nahe stehender Bäume. Daher höchstens 3000 K, 2700 K für lebendiges Grün, 2200 K Amber in Naturräumen. Grün- und Brauntöne sind gesättigt: Ra ≥ 90 anstreben.

5. In Schichten planen

SICHERHEIT Wege, Stufen, Eingänge 5 - 20 Lux · immer an ORIENTIERUNG Poller, Wandeinbau, Mauern niedriges streifendes Licht SZENE Bäume, Skulpturen, Wasser enger Strahl · später aus LEBEN Tisch, Außenküche, Ruhezone 20 - 50 Lux · warm und dimmbar
Die vier Schichten: sie schalten zu verschiedenen Zeiten, nur die erste bleibt die ganze Nacht an.

6. Dauerhaftigkeit

IP65 an Wand und Mast, IP67 im Boden, IP68 unter Wasser; IK08 dort, wo der Mäher fährt; seewasserbeständiges eloxiertes Aluminium oder AISI 316 an der Küste; erdverlegbares Kabel, Harzmuffen oder Schacht; Drainage unter jedem Bodeneinbau; Netzteile außerhalb des Erdreichs. Bei 24 V SELV den Spannungsfall über 20-25 m beachten.

7. Leistungsverzeichnis

8. Häufige Fragen

Wie viel Lux braucht ein Garten?

Weit weniger als angenommen, denn nachts ist das Auge dunkeladaptiert. Ein privater Gehweg ist mit 5-10 Lux im Mittel sicher, eine Stufe mit 20 Lux, ein Sitzplatz mit 20-50 Lux, eine Einfahrt mit 10-20 Lux. Darüber sieht man nicht besser, sondern schlechter, weil unbeleuchtete Bereiche schwarz werden und das Auge sich nicht mehr anpassen kann.

Was sagt das Gesetz zur Lichtverschmutzung?

In Italien gibt es kein nationales Gesetz: geregelt wird die Materie durch Regionalgesetze, fast alle nach dem Vorbild des lombardischen Gesetzes 17/2000. Gemeinsame Anforderung ist null Lichtstrom oberhalb der Horizontalen in Einbaulage, also ULOR gleich null Prozent, mit wenigen Ausnahmen für Denkmäler. Viele Regionen verlangen zusätzlich Nachtabschaltung oder Absenkung. Technische Bezugsnorm ist UNI 10819.

Ist ein auf einen Baum gerichteter Strahler zulässig?

Das hängt von der Abschirmung ab und davon, wohin das Licht geht, das die Krone verfehlt. Ein nach oben gerichteter Bodenstrahler sendet Licht über den Horizont und ist vielerorts nur für Denkmäler zulässig, mit Leistungs- und Zeitgrenzen. In der Praxis gelingt die Einhaltung mit engen Optiken in die Krone, Blendschirmen und fester Abschaltzeit.

Welche Farbtemperatur im Garten?

Niedrig. Empfehlungen zum Artenschutz und neuere Regelwerke fordern höchstens 3000 K, in Naturräumen und an Gewässern 2200 K Amber. Grund ist der Blauanteil: der Bereich unter 500 nm zieht Nachtinsekten an, desorientiert Fledermäuse und stört pflanzliche Rhythmen. Bei 2200 K wirkt Rasengrün stumpf, daher oft 2700 K als Kompromiss.

Welche Schutzart braucht eine Gartenleuchte?

IP65 für Wand- und Mastleuchten, IP67 für Bodeneinbau mit Staunässe, IP68 für Unterwassereinbau in Becken. Wichtig sind auch Schlagfestigkeit, IK08 oder besser dort, wo der Mäher fährt, und Korrosion: in Küstennähe seewasserbeständiges eloxiertes Aluminium oder Edelstahl AISI 316, da AISI 304 binnen weniger Saisons fleckt.

230 V oder 24 V im Garten?

Schutzkleinspannung 24 V erleichtert Graben und Wartung, erlaubt Arbeiten ohne elektrisches Risiko und ist an Becken faktisch gesetzt. Grenze ist der Spannungsfall: über 20-25 m Leitungslänge bei üblichen Querschnitten fällt die Helligkeit sichtbar ab, daher mehrere Netzteile verteilen oder auf 230 V mit Leuchten der Klasse I oder II gehen.

9. Vom Entwurf zur Anlage

Drei Entscheidungen bestimmen das Ergebnis: weniger Lux als der Instinkt verlangt, kein Lichtstrom oberhalb der Horizontalen, warmes Spektrum mit hoher Farbwiedergabe. Masten, Einbauleuchten und Strahler kommen danach.

Quellen. Beleuchtungsstärken nach EN 12464-2, UNI 11248 und EN 13201; Anforderungen zum Lichtstrom nach oben aus den italienischen Regionalgesetzen und UNI 10819; Hinweise zu Fauna und Farbtemperatur aus Empfehlungen zum Schutz nächtlicher Ökosysteme. Maßgeblich sind stets die örtlichen Vorschriften.
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